Arbeitsmarktgipfel zur aktuellen Corona-Lage

Der Dialog „Arbeit und Wirtschaft“ wurde am 22. November per Videokonferenz abgehalten. Neben der Auswirkungen des Lockdowns auf den Arbeitsmarkt war auch der neue geschaffene Kompetenzatlas ein Thema. 

„Wir alle haben Corona leid, aber sind es noch nicht los“, leitete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ihre Stellungnahme ein. Sie verwies auf Maßnahmen wie „3G am Arbeitsplatz“, die bereits zu einer Steigerung der Impfquote geführt hätten. Um die steigenden Infektionen zu bremsen und vor allem die Gesundheitsinfrastruktur sowie das Gesundheitspersonal vor einer Überlastung zu schützen, habe man sich auf einen Lockdown verständigt. Dieser sei aber nicht die einzige Maßnahme, führte sie auch die Impfpflicht an: „Die Impfung ist der einzige Ausweg aus der Pandemie.“ Die Impfpflicht sei „der einzige Weg“, hielt sie fest.

Man befinde sich derzeit in Niederösterreich in einer „Phase des Aufschwungs“, und man hoffe, dass es sich beim aktuellen Lockdown nur um „die Pausetaste“ handle, sagte Landesrat Jochen Danninger.

„Wir beobachten einen bemerkenswert robusten Konjunkturaufschwung“, und das trotz Störfaktoren wie Steigerung der Rohstoff- und Energiepreise oder Fachkräftemangel, erklärte IV-Chefokönom und Leiter des Economica-Instituts Christian Helmenstein. Der aktuelle Lockdown werde sich auf die Entwicklung des BIP nicht stärker als in wenigen Zehntel-Prozentpunkten auswirken, prognostizierte er für 2021. Der Großteil des Schadens, den er mit rund 170 Millionen Euro bezifferte, werde auf die Tourismus- und Freizeitwirtschaft entfallen. Die größten Potentiale für das nächste Jahr bestünden mit Sicherheit auf den Exportmärkten, so Helmenstein.

Neue Plattform: Kompetenzatlas.at

Seitens der „Menschen und Arbeit GmbH“ wurde das Instrument des „Kompetenzatlas“ vorgestellt. Der „Kompetenzatlas“ ist eine Informationsdrehscheibe für Kompetenzorientierung und berufliche Weiterbildung. Unter www.noe-kompetenzatlas.at findet man alles zu den Themen berufliche Förderungen, Weiterbildungsangebote, Kompetenzerhebungsinstrumente und Beratungsangebote.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte dazu: „Eine der tragenden Säulen unserer Arbeitsmarktstrategie ist das Thema Kompetenzorientierung.“ Mit dem neuen „Kompetenzatlas“ wolle man das Thema Kompetenzen „für beide Seiten nutzen – sowohl für die Arbeitnehmer als auch für die Unternehmen“, betonte die Landeshauptfrau, die sich bei allen Sozialpartnern für die Zusammenarbeit bedankte.