Präsident Salzer beim Sommerfest der IV-NÖ: „Genereller 12-Stunden-Tag ist ein Märchen“

Rund 350 Mitglieder und Ehrengäste fanden sich am Abend des 22. Juni zum traditionellen Sommerfest der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) ein, das dieses Mal im Schloss Thalheim stattfand.

Im Bild v. l.: IV-NÖ-Vizepräsident Peter Pichler, Berndorf-Aufsichtsratschef Norbert Zimmermann, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither und Bezirkshauptmann Josef Kronister.

 „Nach der Landtagswahl im Jänner und der Nationalratswahl vergangenen Herbst steht nun eine längere, wahlkampffreie Zeit vor uns – diese Chance muss die Politik nutzen, um die angekündigten Reformen und Wahlversprechen umzusetzen“, so IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, beim Sommerfest der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ). Der jüngste Initiativantrag der Bundesregierung für ein neues Arbeitszeitgesetz sei aus Sicht der Industrie jedenfalls zu begrüßen. „Selbstverständlich bleiben der Acht-Stunden-Tag und die 40-Stunden-Woche erhalten. Es wird auch nicht zu einem generellen 12-Stunden-Tag und zu keiner generellen 60-Stunden-Woche kommen. Wir wollen die Stunden nur im Bedarfsfall anders verteilen können, um im internationalen Wettbewerb besser auf Auftragsschwankungen reagieren zu können. Im Gegenzug dazu bekommen die Beschäftigten längere Zeit am Stück frei“, erklärt Salzer.

 

Salzer: „Industrie ist wichtiger Beschäftigungsmotor für NÖ“

Die Industrie sichert in Niederösterreich gemeinsam mit den vor- und nachgelagerten Dienstleitungen, dem sogenannten servo-industriellen Sektor, rund 300.000 Arbeitsplätze in Niederösterreich. Durch indirekte und induzierte Effekte entstehen weitere 342.000 Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftsbereichen. „Die Industrie ist damit ein wichtiger Beschäftigungsmotor für Niederösterreich“, so Salzer. Davon konnte man sich vergangene Woche auch bei den Industrietagen ein Bild machen: 50 Produktionsbetriebe luden ein, sich von 14. bis 16. Juni ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werden. „Mit insgesamt über 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben wir einen Besucherrekord erzielt“, so Salzer.

 

Bohuslav: „Industrie und Land Niederösterreich sind starke Partner“

In Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überbrachte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav die Grußadresse seitens des Landes Niederösterreich. Sie betonte dabei die gute Zusammenarbeit zwischen der IV-NÖ und der Landesregierung. „Der Schulterschluss zwischen der IV-Niederösterreich und dem Land NÖ zeigt, dass wir mehr für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich erreichen können, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Die ersten Punkte der im November abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung mit der IV-NÖ wurden auch schon umgesetzt – etwa im Bereich Bürokratieabbau und Betriebsanlagengenehmigungen. Auch die Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft 4.0 läuft gut und soll weiter fortgesetzt werden“, so Bohuslav. 

 

Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgten auch in diesem Jahr die „Swinging Leaders“ unter der Leitung des ehemaligen IV-NÖ-Präsidenten Mag. Norbert Zimmermann und dem jetzigen IV-NÖ-Vizepräsidenten Dr. Peter Pichler von der Berndorf AG. Die Gage des Abends ging als Spende an das Hilfswerk Niederösterreich.

 

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