NÖ Industrieforum: „Greta, nur konkreter – Klimastrategien für Industrie, Forschung und Politik“

Die Industrie kann einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn wir auf Forschung und heimische Produktion setzen – so der Tenor beim NÖ Industrieforum am 27. November 2019.

Im Bild v. l.: IV-Energieexperte Dieter Drexel, IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither, Herbert Lechner, Deputy Managing Director der Österreichischen Energieagentur und Bernhard Gahleitner, Business Manager, Center for Energy am AIT Austrian Institute of Technology.

Hitzewellen und Wetterkapriolen, alarmierende Bilder auf Social Media und vor allem die Mobilisierung durch die Klima-Aktivistin Greta Thunberg haben dazu geführt, dass das Thema Klimaschutz seit Monaten in aller Munde ist. „Die aktuelle Debatte rund um den Klimaschutz ist wichtig, sie muss aber auch faktenbasiert erfolgen. Wir können es uns nicht leisten, dass wir in Österreich so strenge Regeln haben, dass Industrieunternehmen abwandern, die Emissionen dadurch in anderen Teilen der Welt erst recht steigen und die Arbeitsplätze hierzulande verloren gehen. Wer für Klimaschutz und Beschäftigung ist, der muss auch dafür sein, dass der Produktionsstandort Österreich erhalten bleibt“, so IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer in seinem Eröffnungsstatement. Mit hochkarätigen Vortragen wurde das Thema Klimaschutz daher aus der Sicht von Industrie, Forschung und Politik diskutiert.

 

Drei Referenten – drei Vorträge – drei Diskussionen

„Die Industrie ist Teil der Lösung, wenn es darum geht, den Klimawandel einzudämmen. Mithilfe des technologischen Fortschritts und der Digitalisierung können Produkte energieeffizienter hergestellt und die Treibhausgas-Emission reduziert werden. Dafür braucht es aber auch mehr finanzielle Mittel für die Energieforschung. Mit dem Fokus auf energieeffiziente Produktionsvorgänge würde der Industriestandort Österreich nicht nur zum Klimaschutz beitragen, sondern auch im globalen Wettbewerb um zukunftsträchtige Technologien profitieren – was wiederum eine Chance für mehr Wohlstand und Beschäftigung im Land ist“, erklärt Dieter Drexel, Energieexperte der Industriellenvereinigung.

 

„Die Dekarbonisierung der Industrie ist ein wesentlicher Bestandteil zum Gelingen der Energiewende. In großflächigen Demonstrationsprojekten, wie in der Vorzeigeregion NEFI, kurz für New Energy for Industrie, können wir neue Energietechnologien in der Industrie testen und deren Integration ins Energiesystem demonstrieren. Dadurch zeigen wir, dass die Versorgung der Industrie aus erneuerbaren Energiequellen machbar und leistbar ist. Innovationen ,Made in Austria‘ tragen nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern erhöhen die internationale Wettbewerbsfähigkeit und stärken den heimischen Wirtschaftsstandort.“, erklärt Bernhard Gahleitner, Business Manager, Center for Energy am AIT Austrian Institute of Technology.

 

„Der Weg in eine lebenswerte Energiezukunft braucht gemeinsame Zielbilder, die beschreiben, wo wir hinwollen. Und sie braucht beständiges und energisches politisches Change-Management ebenso wie die Innovationskraft und Umsetzungsstärke der heimischen Wirtschaft“, erklärt Herbert Lechner, Deputy Managing Director der Österreichischen Energieagentur (Austrian Energy Agency).

 

Über das AIT Center for Energy: https://www.ait.ac.at/energy

Über NEFI-New Energy for Industry: www.nefi.at

Über die Österreichische Energieagentur: https://www.energyagency.at/

Kontakt

Gerti Wallner, MA

Öffentlichkeitsarbeit, GF Junge Industrie NÖ/Burgenland, Industriellenvereinigung Niederösterreich

T +43 1 71135 2445
gerti.wallner@iv.at


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