IV-NÖ-Präsident Salzer zu den Industrietagen: "Wer vor Ort ist, weiß mehr"

Über 30.000 Besucherinnen und Besucher an insgesamt drei Tagen – auf diese Bilanz bei den Industrietagen können wir wirklich stolz sein. - Kommentar von IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer aus der aktuellen Ausgabe der "iv-Positionen".

Für die Unternehmen waren die Industrietage mit viel Arbeit verbunden. Neben dem Tagesgeschäft musste das Programm geplant und umfangreich beworben werden – schließlich wollte man möglichst viele Schulklassen, Anrainer und Familienangehörige erreichen.

Dass dieser Aufwand aber durchaus Sinn macht, zeigt nicht nur der Fachkräftemangel, mit dem viele Betriebe konfrontiert sind, sondern auch eine repräsentative Umfrage des market-Instituts: Nur ein Drittel der niederösterreichischen Bevölkerung gab heuer im Frühjahr an, gut über die heimische Industrie informiert zu sein – hier gibt es noch viel Luft nach oben!

Überdurchschnittlich gut informiert fühlen sich am ehesten Personen zwischen 30 und 49 Jahren. Und das bestätigt einmal mehr, warum die Kooperation mit dem Landesschulrat ein wichtiger Aspekt der Industrietage war. Immerhin – und hier schließt sich der Kreis – geht es hier um den potenziellen Fachkräftenachwuchs, der über die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten Bescheid wissen muss!

Die Umfrage zeigt auch, dass sich das Bewusstsein für die niederösterreichische Industrie zwar im Laufe der Zeit verbessert hat, aber noch lange nicht dort ist, wo es sein sollte. Ein Viertel der Bevölkerung hat heute ein besseres Bild als noch vor ein paar Jahren, nur bei etwa einem Zehntel ist die Stimmung nun kritischer. Besonders die Rolle als zentraler Arbeitgeber und als Auftraggeber für kleine Unternehmen sowie der internationale Erfolg werden sehr geschätzt. Als weitere Pluspunkte gelten die regionale Verankerung und das Engagement im Bereich Ausbildung. Dieser positive Trend gehört verstärkt – die Industrietage sind eine wichtige Maßnahme, um das zu erreichen.

Die Industrietage sind aber auch wichtig, damit die Bevölkerung die Anliegen der Betriebe besser versteht. Dass sich so viele Menschen für die Produktionsabläufe interessiert haben, führt hoffentlich zu mehr Verständnis beim Thema Arbeitszeit. Weltweit wird immer weniger auf Lager produziert; Aufträge werden kurzfristig erteilt und abgearbeitet, um den Kundenwünschen Rechnung zu tragen. Ein flexibleres Gesetz würde viel mehr den Anforderungen einer modernen Arbeitswelt entsprechen.

Wer vor Ort einen Blick hinter die Kulissen wirft, kann das viel eher begreifen – und sieht auch, was die Industriebetriebe als moderner Arbeitgeber alles bieten können. In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön an alle Unternehmen, die sich an dieser für die gesamte Industrie so wichtigen Initiative beteiligt haben.

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