Vetropack macht Glasflaschen leichter und stabiler

Am Standort Pöchlarn entwickelt der renommierte Glasgebindehersteller Vetropack Austria GmbH Flaschen aus Sicherheitsglas.

Diese weltweit neuartigen Flaschen sind leichter und auch stabiler als herkömmliche Mehrwegflaschen. Die Markteinführung steht in Bälde bevor.

Vetropack investiert in das neue Produkt, das 2012 gestartet ist und den Kauf von wiederbefüllbaren Glasflaschen für den Konsumenten attraktiver macht, 4,7 Millionen Euro. „Mit dieser Hardglass-Entwicklung für Flaschen, die wir zusammen mit Emhart Glass durchführen, leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz“, betont Marketingleiterin Andrea Petrasch gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Durch die Verwendung von dünnerem und zugleich stabileren Glas könne man schon bei der Produktion Rohstoff, Energie sowie CO2 einsparen. Die mehrmalige Verwendung der Flaschen mache es außerdem möglich, die Müllmenge drastisch zu reduzieren.

Investiert wird bei Vetropack nicht nur in neue Produkte, sondern auch in die Instandhaltung sowie laufende Verbesserung der Produktionsabläufe. So sind in den nächsten fünf Jahren rund 78 Millionen Euro für die Erneuerung der Braunglaswanne in Kremsmünster und die Weißglaswanne in Pöchlarn sowie damit verbunden auch in die Modernisierung der Produktionsanlagen und Prüfeinrichtungen budgetiert.

Vetropack ist mit den Standorten Pöchlarn und Kremsmünster auf die Produktion von Glasverpackungen, sowohl Flaschen als auch Gläser, spezialisiert. Jährlich werden 337.000 Tonnen Glasverpackungen erzeugt. Das kleinste Gebinde ist ein 40 Milliliter Glas und das größte ein 4,25 Liter Glas. Bei Flaschen sind die Maximalgröße 1,5 Liter. Beliefert werden in Österreich alle namhaften Getränke- und Lebensmittelhersteller, wie z.B. Coca-Cola, Nestle, Staud, Darbo und Ottakringer. Die Exportquote beträgt etwa 40 Prozent und ist hauptsächlich auf Deutschland, Italien und Frankreich ausgerichtet.

Besonderen Wert legt Vetropack auf die Lehrlingsausbildung. Pro Jahr erlernen acht junge Menschen, heuer auch zwei Mädchen, die Berufe Mechatroniker sowie Werkzeug- und Maschinenbautechniker. Die innerbetriebliche Ausbildung ist für das Unternehmen sehr wichtig, da am freien Arbeitsmarkt kaum Fachpersonal für die Glasproduktion zu bekommen ist, „Wir übernehmen immer alle unsere Lehrlinge“, sagt Petrasch, „und möchten Mut zu dieser Ausbildung machen - auch Schulabbrechern und Maturanten, die sich mit einem Lehrberuf hervorragende Aussichten für ihr weiteres Leben schaffen.“

2013 erzielte Vetropack einen Umsatzzuwachs um 2,5 Prozent auf 172,8 Millionen Euro. Von den 661 Mitarbeitern sind 352 am Standort Pöchlarn beschäftigt. Vetropack gehört zur Schweizer Vetropack-Gruppe mit Sitz in Bülach, die sechs Glaswerke in Europa betreibt und 2013 mit 3.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 504,4 Millionen Euro, ein Plus von 2,7 Prozent, erzielten konnte.

http://vetropack.at

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