Raffinerie Schwechat ist Kraftstoff-Quelle für Millionen Diesel-Pkw

Trotz der anhaltenden Diskussion über seine Umweltverträglichkeit steigt die Nachfrage nach dem Motorkraftstoff Diesel wie überall in der Welt auch in Österreich. Im ersten Halbjahr 2016 ist der Dieselverbrauch um vier Prozent auf vier Milliarden Liter gestiegen. Demgegenüber war der Benzinverbrauch mit einem Minus von einem Prozentpunkt auf rund eine Milliarde Liter leicht rückläufig.

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OMV Raffinerie, Schwechat

„In der Raffinerie Schwechat erzeugen wir jedes Jahr aus Rohöl rund sechs Millionen Tonnen Diesel“, teilt Manfred Leitner, für das Tankstellen- und Raffineriengeschäft zuständiger OMV-Vorstand, mit. Das seien zwei Drittel der gesamten in Schwechat erzielten Produktionsmenge. Auf Österreichs Straßen sind rund 2,7 Millionen mit Dieselmotoren angetriebene Pkw unterwegs.

Mit einer Kapazitätsauslastung von mehr als 90 Prozent zählt die Raffinerie Schwechat zu den effizientesten in Europa. Hier produziert die OMV mit rund 700 Beschäftigten Benzin, Dieselkraftstoffe, Heizöl schwer, leicht und extraleicht, petrochemische Grundstoffe zur Herstellung von Kunst- und Farbstoffen, Arznei- und Waschmitteln sowie den Flugturbinenkraftstoff Kerosin. Dieser wird über eine eigene Pipeline aus der Raffinerie zum Flughafen Schwechat gepumpt.

Weil Experten den fossilen Brennstoffen auf lange Sicht nur mehr geringe Zukunftschancen einräumen, „bereiten wir uns auf Alternativen zum Diesel vor“, erklärt Leitner. Forcieren wolle die OMV dabei insbesondere die petrochemische Produktion. In diesen strategischen Wachstumsmarkt werde man verstärkt investieren, kündigt der Vorstandsdirektor an. (mm / NÖ Wirtschaftspressedienst)


 

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