Flughafen Wien peilt Punktlandung seiner CO2-Neutralität an

Bis 2030 will der Flughafen Wien ein CO2 neutraler Airport sein. Dazu ist er auf dem besten Weg, schließlich hat er seit 2011 rund 70 Prozent des CO2 Ausstoßes reduziert und den Energieverbrauch um 40 Prozent gesenkt. Bei der Präsentation des Nachhaltigkeitsberichtes betonte der Vorstand der Flughafen Wien AG Günther Ofner, dass Klimaschutz am Flughafen Wien gelebte Praxis sei und man in Zukunft weiter auf eigene Energieerzeugung mit Photovoltaik und E-Mobilität setze.

Mit Nachdruck fordert Ofner einen einheitlichen europäischen Luftraum (Single European Sky), da man damit mehr als zehn Prozent an Kerosin einsparen könne und sich auch die Zahl der Verspätungen reduzieren würde. Als akut dringend sieht der Flughafenvorstand den Ausbau der Bahnstrecke nach Bratislava an. Denn die 40 Prozent, die schon jetzt mit der Bahn kommen, könne man damit weiter steigern.

Weitere Energieeinsparungen erwartet man sich auch vom Optimierungs- und Steuerungstool „Smart Airport City“. Zusammen mit der TU Wien und der Umwelt-Denkstatt ist eine intelligente Software entwickelt worden, die den Betrieb und den Energieeinsatz von mehr als 150 Gebäuden und Anlagen am Flughafen Wien optimiert. Derzeit sind vier Photovoltaik-Anlagen mit 23.700 Quadratmetern in Betrieb, die fünfte ist bereits in Planung. Stolz ist Ofner auch auf die ökogerechte Grünraumpflege, die sogar von „Natur im Garten“ zertifiziert wurde. Darüber hinaus unterstützt man den grünen Ring um den Flughafen.

Ein großes Thema ist die E-Mobilität. Bereits 380 Fahrzeuge des Flughafens, in die man 30 Millionen Euro investiert hat, werden elektrisch betrieben. Dazu sollen noch 40 E-Passagierbusse kommen. Die Zahl der Schnellladestationen für E-Taxis wird erhöht.

Um die Fluglinien zu motivieren, mit leiseren Maschinen nach Wien zu kommen, wird ab dem Sommerflugplan 2020 ein Lärmgebührenmodell eingeführt. „So wird die Lärmbelästigung der Anrainer reduziert, und leisere Flugzeuge sind zugleich auch modernere mit weniger Schadstoffausstoß“, sagt Ofner.

(hm / NÖ Wirtschaftspressedienst)

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