Löten, fräsen, programmieren – für Mädchen doch ein Klacks!

25 Schülerinnen aus dem Triestingtal haben sich im Rahmen des EU-Projekts Femcoop in die Welt der technischen Berufe begeben und Praxis-Luft geschnuppert. Das von der IV-Niederösterreich unterstützte Projekt wurde organisiert wurde vom Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement.
IV-Niederösterreich Geschäftsführerin Mag. Michaela Roither mit den erfolgreichen Schülerinnen und Projektpartnern.

82 Mädchen aus diesen 3 Schulen wurden im Rahmen des Berufsorientierungs-Unterrichtes auf die Chancen, die technische Berufe bieten, aufmerksam gemacht. 25 dieser Mädels nutzten ihre Chance und vertieften ihr Wissen im Rahmen von Betriebserkundungen, wo sie technische Beruf auch in der Praxis durch die Erstellung eines Werkstückes "ausprobieren" konnten. Dafür wurden sie, die zuständigen Lehrkräfte, die Schuldirektoren und auch die an der Maßnahme teilnehmenden Betriebe (Kunstschmiede Panzenböck, Erich Marker GmbH, Mack GmbH, Hirtenberger AG) nun mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Auch untpyische Berufsentscheidungen unterstützen
80 Personen, darunter Expertinnen und Experten der Wirtschaftskammer NÖ, Industriellenvereinigung NÖ, Arbeitsmarktservice NÖ, Arbeiterkammer NÖ und des Landessschulrates für NÖ zollten ihnen Anerkennung für die engagierte Teilnahme am Projekt. Im Rahmen einer Podiumsrunde gaben sie den Mädels und ihre Eltern wichtige Tipps für die Berufsorientierung mit: "Bitte macht nicht einfach nur das, was die Freundin macht," appellierte DI (FH) Andreas Kolm, Obmann der Wirtschaftskammer Baden an sie, "die eigenen Neigungen und Interessen sind das, worauf es ankommt!".
Mag. Michaela Roither, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ, richtete sich auch an die Eltern: "Es ist wichtig, dass wir die Mädchen in ihrem Selbstbewusstsein stärken. Unterstützen Sie Ihre Tochter bitte auch, wenn sie einen für Mädchen etwas unüblichen Weg einschlägt." Sie verwies auch dringlich darauf, dass technische Berufe mehr Chancen bedeuten, als man zunächst glaubt: "Glauben Sie nicht an ein schlechtes Image - denken Sie bitte auch an die Verdienstmöglichkeiten, die so ein Beruf bietet!".

Wissen über Berufe durch Erleben, Angreifen, darüber berichten
Hier ergänzte Claudia Schweiger, Leiterin des Arbeitsmarktservice Baden: "Dies ist einer der Bereiche, der am Arbeitsmarkt im Aufwärtstrend liegt, wo es gute Nachfragen gibt. Aber eines ist wichtig: eine gute Ausbildung!". Joachim Weber von der Arbeiterkammer NÖ wies auch darauf hin, dass eine Lehre keine Endstation ist: "Lehre mit Matura, Werkmeister, Meisterprüfung - alles ist auch nach einer Lehre noch möglich, bis hin zum Studium!"

Silvia Chudoba vom Landesschulrat für NÖ hob hervor, wie wichtig es sei, selbst Erfahrungen zu sammeln: "Will man jemandem etwas beibringen, muss man an etwas Erlebtem anknüpfen können. Ziele zu haben ist für so junge Mädchen sehr wichtig, dann überstehen sie auch die schwierige Zeit der Pubertät leichter." Wann sinnvoller Weise mit der Berufsorientierung begonnen werden soll, ist für Chudoba ganz klar: "Möglichst früh. Würden wir erst im Alter von 13 Jahren ansetzten, wäre es viel zu spät. Bis dahin sollten die Stärken bereits klar sein, auf die man aufbauen kann."

Über Femcoop
Das Projekt Femcoop wird im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Kooperation ÖSTERREICH-UNGARN 2007-2013, durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, das Land Steiermark, den Regionalverband Industrieviertel, die Wirtschaftskammer NÖ, die Industriellenvereinigung NÖ und Ungarn gefördert.

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