4. Salon Europa Forum Wachau: Technologischer Fortschritt verändert Arbeitsmarkt rasant

Der bereits vierte Salon des neuen Formats Europa-Forum Wachau diesmal zum Thema „Brave New Work: Was kommt? Was geht?“ fand am 7. Mai 2019 großen Anklang. Über die Veränderungen der Arbeitswelt durch neue Technologien diskutierten Landesrat Martin Eichtinger, IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, Michael Altrichter (Aufsichtsratsvorsitzender startup300), Gerald Steiner (Dekan Donau-Universität Krems) und Bettina Paar (Leiterin Personalentwicklung Flughafen Wien).

Gerald Steiner (Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung, Donau-Universität Krems), Thomas Salzer (Präsident IV NÖ), EU-Landesrat und Präsident Europa-Forum Wachau Martin Eichtinger, Bettina Paar (Leiterin Personalentwicklung des Flughafen Wien), Michael Altrichter (Investor & Aufsichtsratsvorsitzender von startup300), Hans-Peter Siebenhaar (Handelsblatt).

„Der technologische Fortschritt verändert den Arbeitsmarkt rasant. Um weiterhin auf dem Weltmarkt mit innovativen Produkten bestehen zu können, müssen wir verstärkt auf Bildung setzen. Wir brauchen noch mehr hochqualifizierte Fachkräfte und müssen von der Lehre bis zur tertiären Ausbildung in unsere Jugend investieren. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit dem AMS Niederösterreich und dem Europäischen Sozialfonds die größte Lehrlingsoffensive gestartet, die es jemals in Niederösterreich gegeben hat. Diese Offensive hat ein Volumen von 46 Millionen Euro. Damit bekämpfen wir den Fachkräftemangel und entwickeln unseren Wissensstandort Niederösterreich auf internationales Top-Niveau weiter“, so EU-Landesrat Martin Eichtinger.

„In den nächsten Jahren wird der größte künftige Personalbedarf genau dort erwartet, wo die Betriebe bereits jetzt mit Rekrutierungsproblemen kämpfen – nämlich in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“ zeigt IV NÖ-Präsident Thomas Salzer die zukünftigen Ausbildungsschwerpunkte auf. „Daher brauchen wir mittelfristig ein Plus von 20 Prozent bei den Absolventinnen und Absolventen dieser so genannten MINT-Fächer, und zwar auf allen Ausbildungsbildungslevels. Denn eines ist klar: Die billigsten werden wir im internationalen Wettbewerb nicht mehr werden. Und genau deswegen brauchen wir die besten Fachkräfte,“

 

Der Grundstein dafür sollte bereits in den Kinderschuhen gelegt werden, streicht Michael Altrichter hervor: „Die heutige Zeit ist schnelllebiger denn je, daher ist es heute wichtiger als je zu vor am Ball zu bleiben und mit den technologischen Schritten mitzuhalten. Das gilt auch für Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Daher sollte Basiswissen der Programmiersprache schon in Schulen wie eine zweite Fremdsprache erlernt werden.“

„Personal- und Organisationsentwicklung der Zukunft wird noch mehr die Rolle des Beraters und Begleiters einnehmen – Begleiter der Gesamtorganisation, der Führungskräfte und Mitarbeiter und somit einen wesentlichen Beitrag zur Organisationskulturentwicklung leisten“, erklärt Bettina Paar die Zukunft im Bereich der Personalentwicklung.

 

„Die aktuellen technologischen, gesellschaftlichen und naturraumspezifischen Entwicklungen haben Einfluss auf unser ganzes Leben und erfordern ein neues Bewusstsein in Hinblick auf erforderliche Kompetenzen und Innovationssysteme (Habitate) im Umgang mit einer immer komplexeren Zukunft und wie wir unsere Organisationen, Regionen, Nationen und globalen Gesellschaften für den Weg in diese Zukunft fit machen. Das heißt, dass wir zuallererst ein angemesseneres Verständnis unserer komplexen soziotechnologischen und ökologischen Systeme entwickeln müssen und uns darauf aufbauend neu erfinden müssen“, beschreibt Gerald Steiner die Voraussetzungen für eine „zukunftsfitte“ Gesellschaft.

74 Prozent für Überarbeitung der EU-Verträge

Eine Umfrage, ob die derzeitigen EU-Verträge von Lissabon überarbeitet werden müssen, zeigte ein eindeutiges Ergebnis: 74 Prozent der Anwesenden stimmten für eine Reform des EU-Vertrags. „Das ist ein klares Signal aus der Bevölkerung. Die EU wurde gegründet, um Frieden und Wohlstand zu sichern. Heute müssen wir uns ein weiteres Ziel setzen: gemeinsam müssen wir die EU besser machen, eine inhaltliche Neuausrichtung ist notwendig geworden“, so EU-Landesrat Martin Eichtinger über das Ergebnis.

Der nächste Salon Europa Forum Wachau findet zum Thema: „Regionalität“ bereits am 13. Mai 2019 in Waidhofen/Thaya statt.

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