Heimische Exportwirtschaft sagt 2019 „Nǐ hǎo“ und „Bonjour“

Der Export ist eine wesentliche Wachstumsstrategie für Unternehmen und somit auch eine der wichtigsten Säulen der niederösterreichischen Wirtschaftsstrategie. ecoplus International, die WKNÖ und die IV-NÖ unterstützen daher die heimische Exportwirtschaft mit einer Reihe von Maßnahmen. Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser und IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer informierten über die aktuellen Aktivitäten zur Stärkung der niederösterreichischen Exporteure und über die neuen Zielmärkte der niederösterreichischen Internationalisierungsoffensive. 

ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki, IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser.

2019 müssen Niederösterreichs Exportbetriebe gleich zweimal ihre Fremdsprachenkenntnisse auffrischen, um sowohl mit „Nǐ hǎo“ als auch „Bonjour“ grüßen zu können. Denn im kommenden Jahr werden mit Frankreich und China gleich zwei neue Märkte in Angriff genommen. „Frankreich liegt im Ranking der wichtigsten niederösterreichischen Exportmärkte auf Platz 9. Es gibt also durchaus noch Wachstumspotenzial, wie auch eine aktuelle Kundenumfrage von ecoplus International bestätigt. Wir setzen uns zum Ziel, bis 2023 einen Warenexport von 815 Millionen Euro zu erreichen, das entspricht rund drei Prozent Wachstum pro Jahr. Im Sinne einer geographischen Diversifikation sind wir aber auch ständig aktiv, fernere Wachstumsmärkte gemeinsam mit der heimischen Exportwirtschaft zu sondieren – aktuell geht unser Blick Richtung China“, informierte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

China ist in vielerlei Hinsicht ein herausfordernder Markt, bietet aber immer noch große Chancen auf langfristiges Wachstum in den kommenden Jahren. In manchen Bereichen, wie etwa Künstliche Intelligenz, Digitalisierung oder auch e-Mobiltiät, gehört China zunehmend zu den Technologieführern. „Um hier als Türöffner zu fungieren, planen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ich für April 2019 gemeinsam mit ecoplus International, der WKNÖ und der IV-NÖ eine niederösterreichische Delegationsreise nach Shanghai, Hangzhou, Hauptstadt der NÖ Partnerprovinz Zhejiang, und Hongkong“, so Landesrätin Bohuslav weiter.

Christian Moser, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, wies darauf hin, dass es für ein einzelnes exportierendes Unternehmen immer schwieriger werde, rechtzeitig internationale Trends und Themen zu erkennen. Deshalb habe die Wirtschaftskammer die Innovationsagentur ins Leben gerufen: „35 der 110 weltweiten Standorte unserer Aussenwirtschaftsorganisation fungieren als Trendscouts und Innovationscenter. Niederösterreichische Betriebe erhalten so Zugang zu internationalen Technologie- und Innovationszentren und können kostengünstig an deren Wissens- und Forschungsergebnissen andocken.“ Als Praxisbeispiel führte Vizepräsident Moser einen im November an der Stanford University stattfindenden Workshop zur neuesten Technologie im Bereich 3 D Druck an: „Die Kosten am freien Markt würden dafür um die 6.000 Dollar betragen. Unser Aussenwirtschaftscenter organisiert die Teilnahme zu einem Betrag von 300 Euro.“

In Hinblick auf die Bedeutung des Exports für die niederösterreichische Industrie sprach sich Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, explizit gegen Handelsbeschränkungen aus: „Aus Sicht der Industrie ist Freihandel ein entscheidender Motor für Wirtschaftswachstum. Überzogener Handelspatriotismus und Abschottung haben noch nie zu allgemeinem Wohlstandswachstum geführt. Deswegen brauchen wir faire Wettbewerbsbedingungen für Freihandel. Nur so können wir Standards festlegen und Verstöße sanktionieren. In Niederösterreich erzeugte Güter sind weltweit gefragt, viele Produktionsbetriebe haben Exportquoten von über 90 Prozent.“

Kontakt

Gerti Wallner, MA

Öffentlichkeitsarbeit, GF Junge Industrie NÖ/Burgenland, Industriellenvereinigung Niederösterreich

T +43 1 71135 2445
gerti.wallner@iv.at


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