Salzer: "Abkommen für eine wettbewerbsfähige Industrie"

Bei der Vollversammlung der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) im Schloss Pöggstall am 7. November 2017 wurde das Kooperationsabkommen mit dem Land Niederösterreich erneuert. Von der kommenden Bundesregierung fordert IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer endlich Bewegung hin zu einem modernen Arbeitszeitgesetz sowie einer dringend notwendigen Senkung der Abgabenquote.

IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Unterzeichnung des Industrieabkommens.

„Niederösterreich hat in den letzten Jahrzehnten eine beispielhafte Entwicklung vom agrarisch geprägten Bundesland hin zu einem modernen Industriestandort durchlaufen“, sagt IV NÖ-Präsident Thomas Salzer bei der Ordentlichen Vollversammlung 2017 im Schloss Pöggstall. An diesem Abend wurde heuer auch das Kooperationsabkommen zwischen der Industriellenvereinigung NÖ und dem Land Niederösterreich erneuert. Erstmals wurde dieses Bekenntnis zur intensiven Zusammenarbeit im Sinne des Industriestandorts Niederösterreich vor zehn Jahren aufgesetzt; und in den Jahren 2009 und 2013 verlängert beziehungsweise aktualisiert. „Das Abkommen steht somit für Kontinuität im Sinne eines zukunftsfitten Industriestandorts“, so Salzer.

Konkrete Maßnahmen für 2018 bis 2023

„Nicht zuletzt aufgrund der Digitalisierung muss Niederösterreich am Ball bleiben, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können“, so Salzer. Die Schwerpunkte des Industrieabkommen liegen daher auf gut ausgebildeten Fachkräften, einer schlanken und effizienten Verwaltung, gesicherten Finanzen sowie der Weiterentwicklung Niederösterreichs als national und international anerkannter und innovativer Hightech-Standort. Als Ergänzung zu diesem Kooperationsabkommen wurden zu den drei Schwerpunkten konkrete Maßnahmen entworfen, um den Standort Niederösterreich fit für die Zukunft zu machen. Beispiele dafür sind etwa die weitere Stärkung des Images der Lehrausbildung, erleichterte Genehmigungsverfahren für Betriebsanlagen oder kooperative Forschungsvorhaben im Rahmen von Clustern und Technopolen. „Um diese Ziele zu erreichen ist eine enge Kooperation von Wirtschaft und Politik unumgänglich“, sagt Salzer und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich.

LH Mikl-Leitner: „Niederösterreich muss das schnellste Bundesland werden“

„Das Industrieabkommen soll dazu beitragen, Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität in Niederösterreich zu sichern. Wichtig ist uns etwa, Niederösterreich als innovativer Hightech-Standort national und international noch bekannter zu machen und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und kündigt an: „Niederösterreich soll schließlich nicht nur das größte Bundesland sein, sondern auch zum schnellsten Bundesland werden. Wir wollen schnell sein, wenn es um Entscheidungen für Betriebe und neue Arbeitsplätze in Niederösterreich geht, wenn es um Verfahren und Planungen geht und wenn es um Entscheidungen für die Anliegen der Menschen geht. Und dazu gehört auch eine gut funktionierende, smarte Verwaltung, die ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Land ist und schnelles Service bietet“

Salzer: „Neue Bundesregierung muss endlich Reformen umsetzen“

„In Niederösterreich funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Politik sehr gut“, so Salzer. „Ich hoffe, dass auch die kommende Bundesregierung erkennt, wie wichtig die Industrie für unseren Alltag und unseren Wohlstand ist und längst angekündigte Reformen umsetzt. Vor allem beim Arbeitszeitgesetz braucht es endlich Bewegung. Zudem benötigen wir dringend eine Senkung der Steuer- und Abgabenquote, um wettbewerbsfähig bleiben zu können“, so der IV NÖ-Präsident.

Siebenhaar: „Österreich braucht jemanden, der die Reset-Taste drückt“

Woran es liegt, dass in Österreich viel zu oft Stillstand statt Bewegung herrscht, erläuterte Hans-Peter Siebenhaar, der an diesem Abend die Keynote übernahm. Der Handelsblatt-Korrespondent und Autor veröffentlichte heuer ein viel beachtetes Buch unter dem Titel „Österreich – die zerrissene Republik“ und ist zudem Präsident des Verbands der Auslandspresse in Wien. „Österreich braucht im Grunde ein neues Geschäftsmodell. Mit der bisherigen Wirtschaftsstruktur ist das Land bis jetzt ganz gut gefahren. Ob das für die Zukunft im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung reicht, ist stark zu bezweifeln. Der im Ausland bewunderte Sozialstaat zeigt bereits immense Finanzierungsprobleme. Österreich muss jetzt die Reset-Taste drücken, um sich wieder in die Spitzengruppe in Europa zu katapultieren“, so Siebenhaar.  

 

Über die Industriellenvereinigung Niederösterreich
Die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV NÖ) ist eine politisch unabhängige und private Interessensvertretung auf freiwilliger Basis und hat aktuell rund 400 Mitgliedsbetriebe. Seit November 2015 ist Thomas Salzer, Geschäftsführer der Salzer Papier GmbH aus St. Pölten, Präsident der IV NÖ. Weitere Informationen: www.niederoesterreich.iv.at 

 

Beitrag von P3tv: 

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Kontakt

Gerti Wallner, MA

Öffentlichkeitsarbeit, GF Junge Industrie NÖ/Burgenland, Industriellenvereinigung Niederösterreich

T  +43 1 71135 2445
E   gerti.wallner@iv.at

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