Produktionssteuerung aus dem Waldviertel

In modernen Technologieunternehmen haben Produktion und Fertigungsprozesse heute eine Komplexität, die ohne Software nicht zu managen ist. Im Zuge eines noch höheren Vernetzungsgrades von Maschinen und Bauteilen (Schlagwort: Industrie 4.0) kommen sogenannte Manufacturing Engineering Systems (MES) ins Spiel, die mit allen Komponenten der Prozessautomatisierung verbunden sind. Das erlaubt Führung, Steuerung und Kontrolle der Produktion in Echtzeit. Der internationale Automobilzulieferer Pollmann mit Sitz in Karlstein hat sich sein MES vom waldviertler Spezialisten RMTH auf den Leib schreiben lassen.

Roland Ertl und Hannes Hochleitner von RMTH arbeiten sehr eng mit Dominik Böhm und Reinhard Moser zusammen.

Das Unternehmen RMTH hat sich mit der Gründung 2006 auf MES-Programmierung spezialisiert. Der Grund, warum die Produktionssteuerung bei Pollmann so exzellent funktioniert, hat mit den RMTH-Gründern Roland Ertl und Hannes Hochleitner zu tun. Als ehemalige Pollmann-Mitarbeiter waren die beiden bereits für Datenerfassung und Produktionssteuerung zuständig.

Dazu Dominic Böhm, der heute die Verantwortung für das Produktions-Leitsystem bei Pollmann trägt: „Pollmann profitiert natürlich von der Prozesskenntnis der beiden Softwareentwickler. Und auch wirtschaftlich ist das für uns interessant, denn wir haben die Software mit RMTH einmal exakt für unseren Bedarf aufgesetzt und lizensiert. Das Roll-Out auf unseren Pollmann-Standorten können wir jetzt in Eigenregie und ohne Lizenzkosten vornehmen.“

„Für uns als internationales Produktionsunternehmen bringt die Selbstständigkeit in der Betreuung der MES-Module viele Vorteile“, ist Pollmann International Geschäftsführer Herbert Auer überzeugt. „Rückverfolgbarkeit, Effizienzanalysen und Flexibilität haben für Pollmann hohen Stellenwert. Die offene, modulare Struktur des gesamten Systems ermöglicht einfachste Integration von Maschinen sämtlicher Hersteller und Generationen und ist offen für Schnittstellen, Datenexporte sowie Auswertungen in allen Bereichen (OEE, Störgrund-Analysen etc.).“

Einer RMTH-Softwareintegration sind keine Grenzen gesetzt. Es werden nicht nur anfallende Aufgaben, Daten und Schnittstellen mitgetrackt, sondern auch Umfeldfaktoren wie Luftfeuchtigkeit oder Temperatur in die Analysen einbezogen. So wird das Qualitätsmanagement in der Produktion laufend optimiert und gleichzeitig vertieft das Unternehmen sein eigenes Prozess-Know-how.

 

 

Das MES von RMTH in Stichworten:

  • Name: AFM – Analytisches-Fertigungs-Management
  • Produktionsspezifische Daten in Bezug auf Energie, Umwelt, QM usw.
  • Das System nutzt „Machine Learning“-Strategien (KI)
  • Offen, modular, einfache Schnittstellen zu Maschinen aller Hersteller/Generationen
  • Unabhängigkeit des Kunden gegenüber dem Software-Anbieter
  • Keine laufenden Lizenzkosten
  • Übersichtliches Interface für alle Mitarbeiter
  • Es kommen nur Standard-Software und Industriekomponenten zum Einsatz
  • Source Code der spezifischen Module geht an den Kunden
  • System passt sich dem Kunden-Prozess an, nicht umgekehrt
  • Weitere Module können nach Bedarf installiert werden

 

 

Unternehmen RMTH
Die RMTH GmbH mit Sitz in Zwettl entwickelt ausgeklügelte Machine-Learning Software-Module für den Sondermaschinenbau und bietet heute mit 13 Mitarbeitern knapp 50 Kunden Big-Data-basierte Business-Intelligence Lösungen sowie MES-Softwareprodukte. RMTH hat seine Kunden in den Bereichen Automobilzulieferer, Kunststoff- und Stahlindustrie sowie Lebensmittel.

 

Pollmann International
Pollmann ist ein weltweit an fünf Standorten agierendes Familienunternehmen im Automotive-Segment mit 130 Jahren Erfahrung. Der Spezialist für die Produktion von hochkomplexen mechatronischen Baugruppen in hoher Stückzahl ist von der Entwicklung über Prototypen, Werkzeugbau oder Automatisierungsanlagen bis zur Serienreife rund um den Globus für seine Kunden wertvoll. Mit dem Anspruch „Prozessinnovation und Bauteilpräzision“ kann Pollmann seine Kunden an den Automotive-Hotspots in Europa, Amerika und Asien betreuen und das eigene Entwicklungs- bzw. Produktions-Know-how flexibel ins Spiel bringen. Pollmann International beschäftigt heute 1.800 Mitarbeiter und erzielte 2018 einen Umsatz von 172 Mio. Euro.

 

Quelle: Pollmann International

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