IV-NÖ fordert Abschaffung der Flugabgabe: internationale Anbindung ist Standortpolitik

Die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) unterstützt den Vorstoß von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig zur Überprüfung bzw. Abschaffung der Flugabgabe. Dass beide das Thema aufgreifen, ist wichtig für den Industrie- und Wirtschaftsstandort. „Für unsere Industriebetriebe ist der Flughafen Wien ein wichtiger Zugang zu ihren internationalen Märkten. Direkte Verbindungen erleichtern die tägliche Arbeit. Wird das Angebot kleiner, spüren das auch Unternehmen weit über die Flughafenregion hinaus“, erklärt IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither.

Wirtschaftliche Folgen berücksichtigen

Für die IV-NÖ muss die Bewertung der Flugabgabe über deren unmittelbares Steueraufkommen hinaus gehen. Zu berücksichtigen sind ebenso Beschäftigung und Aufträge rund um den Flughafen, die internationale Geschäftstätigkeit heimischer Betriebe und die Attraktivität Österreichs für Investoren. „Die Bundesregierung muss jene Nachteile beseitigen, die sie selbst beeinflussen kann. Die Flugabgabe ist einer davon. Es ist kurzsichtig, nur auf die Einnahmen aus der Abgabe zu schauen und auszublenden, welche wirtschaftlichen Aktivitäten durch schlechtere Standortbedingungen verloren gehen“, fordert die IV-NÖ-Geschäftsführerin. 

Auch beim Klimaschutz zählt für die IV-NÖ die tatsächliche Wirkung. „Dem Klima ist nicht geholfen, wenn Flugverbindungen lediglich ins nahe gelegene, günstigere Bratislava ausweichen. Geflogen wird weiterhin, die wirtschaftlichen Nachteile trägt Österreich. Mit Klimaschutz mit Hausverstand hat das wenig zu tun“, so Roither.